Leseprobe #2

Aktualisiert: Jan 2





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Prolog



Mein Weg aus der Finsternis ist zum Greifen nahe. Diese Finsternis, die sich wie Maden stoßweise und qualvoll durch einen Körper fressen. Langsam kriechend zerstört sie alles in mir. All die Jahre, diese unzähligen Jahre, habe ich auf diese eine Person gewartet. Ein reines Herz, ohne Hass und Gräuel, unschuldig und gut. Auf meinem Pfad stapeln sich die Leichen all derjenigen, die es nicht waren und derer, die es nicht anders verdienten.


Doch nun stehe ich hier und sehe dich. Rein und gutmütig. Selbstlos. Du besitzt dieses Herz, welches ich so dringend benötige. Es gibt keinen Zweifel mehr. Zu lange habe ich dich beobachtet, dir nachgeschlichen, jeden deiner Schritte verfolgt, um mir sicher zu sein. Es fehlte nur der richtige Zeitpunkt, der perfekte Moment und nun ist er endlich gekommen. Dein Herz beginnt zu rasen und Panik liegt in deinem Schreien. Aber es wird dich niemand hören. Hier gibt es niemanden außer mir.


Dein Tod kommt früh, viel zu früh. Doch meiner wartet schon zu lange auf sich. Ich würde dir meine Hand reichen, um es dir leichter zu machen. Glaube mir, du wirst meine schwerste Prüfung werden, doch ich bin bereit alles zu zahlen, was verlangt wird. Auch dein Leben. Hörst du mich jetzt? Siehst du mich? Ich bin hier. Komm noch zwei Schritte näher und laufe in deinen Untergang.



Philia


»Junbi! Komm her, du Sturkopf!« Dieser Dickkopf! Wo schwirrt er nur wieder rum?

Etwas genervt laufe ich weiter und halte Ausschau nach dem kleinen Kerl.

Meine Englische Bulldogge, mein einziger Begleiter. Ohne ihn würde ich mir hier wohl ziemlich einsam vorkommen. Vor fast 7 Monaten bin ich mit ihm nach Schweden ausgewandert. Es war eine Art Flucht vor mir selbst, dem Leben, das ich einst geführt habe, meiner Vergangenheit.


Ich wollte mich hier neu finden und alles hinter mir lassen, was einst war. Quasi über Nacht habe ich mich dazu entschlossen hier in die Nähe eines kleinen Dorfes zu ziehen.

Weit weg von großen Städten und den vielen Menschen. Der Ort liegt in Nordschweden, die nächsten größeren Städte sind Jokkmokk und Boden. Ziemlich genau dazwischen haben wir uns am Rande eines Waldes eine kleine Hütte gekauft. Nur mein Junbi und ich.

Bis ins Dorf sind es ca. 20 Minuten. Ausreichend Entfernung zu dem Trubel der Stadt. Niemand, der einen in ein unnützes Gespräch verwickeln mag. Nur ich und meine Gedanken. Allein mit mir selbst. Meine Familie war ziemlich überrascht, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Ich war immer ein Familienmensch, der nie weit fort von denen sein wollte. Früher hätten mich keine 10 Pferde weiter als 5 km von ihnen weg bewegen können, aber so ändert man sich. Es tut mir gut hier zu sein. Darüber nachzudenken, was alles geschehen ist und wie ich mein Leben in Zukunft angehen werde.


»Junbi!« Dieser Hund! Gereizt bleibe ich stehen und nehme mir den Moment, um mich umzusehen. Diese atemberaubende Natur, hohe Bäume, verschlungene Äste, viel Grün in all seinen Facetten, herausragende Wurzeln, die förmlich nach einem Greifen, meterhohe Gräser und Halme. Hier gibt es keine Wege. Nur die wilde und unbehandelte Natur.

Die Wälder hier bestehen zum größten Teil aus Nadelbäumen, Fichten und Tannen. Eben alles was die Gattung hervorbringt. Seinen Weg muss man sich selber suchen, über Stock und Stein. Es gibt nichts Befreierendes als mich durch diesen Wald zu kämpfen.

Die Kopfhörer spielen laut meine Musik und endlich wird die Welt einmal ganz still. Hier fühle ich mich geborgen und irgendwie daheim. Doch seit kurzem überfällt mich immer wieder ein seltsames Gefühl.


Es lässt sich nicht recht beschreiben. Fast so, als wäre ich nicht alleine. Als wäre da noch jemand, der mich beobachtet. Diese Wahrnehmung beunruhigt mich. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass hier noch jemand ist, ist mehr als gering. In all der Zeit bin ich nur zwei Wanderern begegnet. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

Ich muss es mir einbilden. Das ist wohl die Einsamkeit, nichts weiter.

Ein stechender Schmerz am Bein reißt mich aus meinen Gedanken.


»Junbi, echt, kannst du nicht aufpassen! Dass du mir auch immer die Stöcker vors Bein hauen musst! Wo warst du schon wieder? Wie oft muss ich dich eigentlich rufen, bis du dich entscheidest zu kommen? Himmhh?« Junbi schaut mich mit seinem unschuldigen Hundeblick an und setzt sich. Murrend streichle ich ihm über den Kopf und zeige mit dem Finger auf seinen Stock. »Komm, wir gehen.« Unbeirrt, wie immer, nimmt er seine Errungenschaft und folgt mir. Doch dieses Gefühl.



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Mein Name ist Sophie und ich habe 2020 mein erstes Buch: Stirb im Schatten der Sonne veröffentlicht.

Auf meinem Blog findest du alles zum Buch wie auch Rezensionen und Buchvorstellungen. Begleitet mich auf dieser spannenden Reise und lernt dabei neue tolle Bücher und andere Autoren kennen. Vielleicht bist ja auch du gerade dabei dein Buch zu veröffentlichen oder es interessiert dich einfach, was eine Autorin sonst noch so treibt außer zu schreiben.

Ich freue mich wenn ihr mir auf diesem Weg Gesellschaft leistet.


Sophie W.K

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