Leseprobe #3

Aktualisiert: Jan 2














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Habe ich ihm Unrecht getan? Was kümmert es mich überhaupt? Ihm ist es egal.

Oder nicht? Seine Augen sagten etwas anderes. Dieses verdammte Lied.

Mittlerweile ist es stockfinster und das Feuer lodert nur noch kläglich vor sich hin. Flehend züngelt es nach Holz, wie mein Herz nach Heilung. Sollte ich mich entschuldigen?

Ach was, er ist ein Monster. Hat er sich entschuldigt für das, was er mir angetan hat?

Nein. Also gibt es keinen Grund dafür. Doch dann wäre ich wohl kaum besser wie er. Mahhh… schließlich hat er mir die Musik extra besorgt und zum Dank schreie ich ihn an.


Hinter dem Feuer taucht ein Schatten auf. Liam. Wortlos legt er Holz hinein und setzt sich auf seine Seite.

»Es war nicht fair von mir dich anzuschreien.« nuschle ich verkniffen und bin nicht sicher, ob er es überhaupt gehört hat.

»Entschuldigst du dich gerade?«

»Nein. Wenn ich mich entschuldigen würde, hätte ich das auch gesagt.«

»Na dann bin ich ja beruhigt.«

»Wieso denn das?«

»Hättest du dich entschuldigt wäre ich mir sicher, dass etwas mit dir nicht stimmt.«

Also wirklich, an Dreistigkeit ist der nicht zu übertreffen.


»Ich besitze Anstand und Mitgefühl im Gegensatz zu dir. Das macht mich nicht anders.« »Warum hat dich der Song so aus der Fassung gebracht?«

Meine Augen versuchen angestrengt ihn hinter den Flammen zu erkennen.

Plötzlich steht er neben mir und ich blicke erschrocken auf.

»So kann ich dich besser beobachten.«

»Ich bin mir sicher du konntest das auch von da drüben.«

Achselzuckend setzt er sich schräg gegenüber an die Wand.

»Wieso bist du nach Schweden gekommen?«


»Es gibt keinen Grund. Sagte ich doch schon. Warum interessiert dich das so?«

»Weil ich mir sicher bin, dass es etwas mit dem Lautsprecher-Angriff auf mich zu tun hat.« Um seine Lippen bildet sich ein Grinsen, kaum erkennbar und doch ist es da.

»Was schleichst du dich auch immer an mich an! Ich wusste nicht, dass du da stehst.«

»Ich habe mich nicht angeschlichen, du hast einfach zu laut Musik gehört.«

»Ja genau und an der Entführung bin ich auch schuld.« .


»Irgendwie schon, ja.« gibt er gelassen zu und ich traue meinen Ohren nicht.

»Das ist nicht dein Ernst!«

»Doch. Verrätst du mir jetzt den wahren Grund?«

Warum interessiert ihn das so sehr? Und wieso habe ich das Gefühl es ihm sagen zu wollen. Nein. Es reicht. »Warum sollte ich das tun?«

»Es verfolgt dich wie ein Schatten und du wirst ihn nie los werden, wenn du es in dich hineinfrisst.«

»Mag sein aber warum sollte ich es gerade dir anvertrauen?«

Er blickt mir kurz in die Augen und lächelt. Selbst wenn das Licht nicht sonderlich hell ist bin ich mir sicher, dass er gelächelt hat.


»Weil es mich interessiert. Wie war das mit den zwei Seiten?«

»Ich habe noch nie darüber gesprochen. Es gerade dir anzuvertrauen, kommt mir komisch vor. Anderseits bin ich mir bewusst, dass mir nicht mehr viel Zeit bleiben wird. Du hältst mich nicht wegen meiner netten Gesellschaft gefangen. Du wartest auf etwas.«

Seine Augen weiten sich und er wirkt etwas überrascht.

»Dir entgeht aber auch nichts. Erschreckend ist, dass du es mit einer Leichtigkeit aussprichst als wäre es eine Lappalie.«


»Oh es ist nicht leicht und ich verspreche dir jede Chance zu nutzen, die sich ergibt, um zu entkommen. Ich sehe nur keinen Sinn darin Kraft zu verschwenden.«

»Soll mir recht sein sofern du mir jetzt die Wahrheit sagst.«

Abschätzend mustere ich sein Gesicht. Freundlich und einfühlsam wirken seine Züge und haben so überhaupt nichts von dem Monster.

Ich senke den Blick und hole tief Luft in dem Bewusstsein, dass es gleich ziemlich schmerzhaft wird.



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Mein Name ist Sophie und ich habe 2020 mein erstes Buch: Stirb im Schatten der Sonne veröffentlicht.

Auf meinem Blog findest du alles zum Buch wie auch Rezensionen und Buchvorstellungen. Begleitet mich auf dieser spannenden Reise und lernt dabei neue tolle Bücher und andere Autoren kennen. Vielleicht bist ja auch du gerade dabei dein Buch zu veröffentlichen oder es interessiert dich einfach, was eine Autorin sonst noch so treibt außer zu schreiben :)

Ich freue mich wenn ihr mir auf diesem Weg Gesellschaft leistet.


Sophie W.K



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